Auch junge Elementarteilchenphysiker muessen zur Schule

2004-06-14 Laurenz Widhalm

...zumindest für zwei Wochen im Jahr, und wenn sie zu den Top 100 Nachwuchswissenschaftlern Europas zählen. Denn nur nach einem strengen Auswahlverfahren bekommt man eine Einladung zur "European School of High Energy Physics", die dieses Jahr Anfang Juni in Sant Feliu (nahe Barcelona) stattfand.

Auf dem Stundenplan standen Fächer wie "Quantenchromodynamik", "Physik jenseits des Standardmodells" und "Kosmologie", unterrichtet wird von international anerkannten Spitzenforschern, und der Stoff umfasst Themen, die sich teilweise noch nicht einmal im Lehrplan der Universitäten finden – Ziel der Schule ist es, die jungen Wissenschaftler an die Grenzen des derzeitigen Wissens zu führen, und ihnen zu zeigen, wo die interessantesten Forschungsschwerpunkte der Zukunft liegen.

Als Gegengewicht zu der oft auch für fertig ausgebildete Physiker schweren Kost gibt es die wundervolle Kulisse der Costa Brava – wer träumt nicht von einem Klassenzimmer wie oben auf dem Foto?

 

Nächstes Jahr, dem "Weltjahr der Physik", findet die European School of High Energy Physics übrigens in Kitzbühel statt – eine große Ehre für Österreich, und für einige Tiroler vielleicht die Gelegenheit, einmal das seltsame Volk der Elementarteilchenphysiker kennenzulernen – denn natürlich sitzen die Jungforscher nicht nur in ihren Klassen, sondern werden auch die Schönheiten – und das Nachtleben - unseres Landes erkunden...


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