Mustererkennung ist (k)ein Kinderspiel


Internationale Experten sprechen in Wien zum Thema “Mustererkennung in der Teilchenphysik”.

Wir kennen alle die Zeichenaufgaben, in denen durch Verbinden von Punkten eine sinnvolle Figur entsteht. In einem Detektor, der die Spuren von geladenen Teilchen vermisst, stellt sich ein ähnliches, aber bedeutend schwierigeres Problem: die zahlreichen Messpunkte müssen zu physikalisch möglichen Spuren verbunden werden, jedoch ohne Vorkenntnis der Zugehörigkeit der Punkte zu den einzelnen Spuren. Dieses Problem, das als “Track Finding” bezeichnet wird, ist ein Teilgebiet der Mustererkennung oder “Pattern Recognition”, deren Anwendungen von der Bildverarbeitung in der Robotik bis in die experimentelle Teilchenphysik reichen. Im Anschluss an die “Vienna Conference on Instrumentation” findet am Institut für Hochenergiephysik der ÖAW der zweite Workshop “Connecting the Dots” statt, der aktuelle Entwicklungen und Resultate im Gebiet der Mustererkennung in Teilchendetektoren präsentiert. Ein Schwerpunkt der aktuellen Forschung ist Spurerkennung in Echtzeit; diese wird angesichts der wachsenden Ereignisrate und Komplexität der Kollisionen am LHC und zukünftigen Beschleunigern immer wichtiger. In etwa 25 Vorträgen werden internationale Experten aus Europa und den USA ihre Methoden diskutieren und sich mit Forschern aus verwandten Bereichen wie “Computer Vision” und den Neurowissenschaften austauschen. Der erste Workshop der Serie fand im Februar 2015 in Berkeley, Kalifornien statt.
Homepage: http://ctd2016.hephy.at


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