Neue Resultate vom AMS-Experiment auf der ISS

2014-10-25 Anton Rebhan

Das Alpha Magnetic Spectrometer (AMS), ein Teilchenphysik-Experiment auf der International Space Station, publizierte präzise Daten zum Positronen-Überschuss, der vor einiger Zeit in der kosmischen Strahlung entdeckt wurde.

Das Positron-Spektrum, wie es vom PAMELA-Satellitenexperiment und schon vor einem Jahr von AMS vermessen wurde, gab Anlass zu diversen Spekulationen, die von ungewöhnlichen Quellen an dunkler Materie bis zu bislang unterschätzter Aktivität von Pulsaren in unserer galaktischen Nachbarschaft reichten. Nun wurde dieses Spektum bis zur Energie von 500 GeV mit hoher Statistik vermessen und in Physical Review Letters veröffentlicht.

Wie in diesem Blog zusammengefasst, passen die Daten weder zur Interpretation mit dunkler Materie noch zu Pulsaren. Am wahrscheinlichsten ist, dass die bislang gültigen Modelle für die Ausbreitung von kosmischer Strahlung in der Milchstraße einer Verfeinerung bedürfen. Nichts allzu spektakuläres, aber dennoch interessante Wissenschaft.


Weitersagen: