Astrophysikalische Hinweise auf zerstrahlende Dunkle Materie

2014-03-14 Anton Rebhan

Aus dem Zentrum der Milchstraße kommen mehr Gamma-Strahlen als durch bekannte astrophysikalische Quellen erklärbar. Es gibt neue Hinweise, dass dieses Signal von den langgesuchten Dunkle-Materie-Teilchen herrühren könnte.

Das Zuviel an Gamma-Strahlen aus dem Zentrum der Lichtstraße, das vom Satelliten-Teleskop FERMI beobachtet wird, wurde schon vor vier Jahren als Indiz für Dunkle-Materie-Teilchen mit einer Masse von 30-40 GeV gedeutet. Ein neues Paper einer Gruppe von US-amerikanischen Physikern analysierte die räumliche Verteilung des Signals und kommt zum Schluss, dass diese kugelsymmetrisch ist, wie es für Dunkle Materie, nicht aber für andere Quellen zu erwarten ist.

Ein ganz anderer Kandidat für Dunkle Materie wird zur Zeit ebenfalls aufgrund von ungeklärten Signalen im astrophysikalischen Röntgenspektrum des Zentrums der Milchstraße (sowie der Andromeda-Galaxie) diskutiert: Ein 5000-mal leichteres hypothetisches "steriles Neutrino" mit Masse von 7 keV. Es ist (noch) nicht auszuschließen, dass Dunkle Materie von zwei so unterschiedlichen Elementarteilchen gebildet wird; ebensowenig wie dass sich beide Kandidaten doch durch eine rein astrophysikalische Erklärung auf gewöhnliche Materie zurückführen lassen.

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