LHC verabschiedet sich mit Proton-Blei-Kollisionen

2013-02-20 Anton Rebhan

Am 14. Februar wurde die erste Phase an Experimenten mit dem LHC am CERN abgeschlossen. Nach der Beendigung von Proton-Proton-Kollisionen mit höchstmöglicher Energie im Dezember wurden noch einige Wochen Experimente mit Proton-Blei-Kollisionen gemacht. Bis 2014 wird nun an einem Upgrade des LHC gearbeitet werden.

In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres soll der Large Hadron Collider mit 13 statt 7 TeV Energie wieder in Betrieb genommen werden, nachdem 1 1/2 Jahre lang an Verbesserungen und Aufrüstungen des Beschleunigers gearbeitet werden wird. Anfang 2015 soll es dann neue Kollisions-Experimente mit dieser fast verdoppelten Energie geben, die mehr Möglichkeiten zur Entdeckung von neuen Teilchen bieten wird und auf alle Fälle die Erforschung des Higgs-Teilchens deutlich voran bringen wird.

In den 3 Jahren, die der LHC in Betrieb war, wurden insgesamt die fantastische Menge von 100.000 TeraByte an Daten genommen. Die Entdeckung des Higgs-artigen Teilchens im Sommer 2012 basierte erst auf gut einem Drittel der gesamten Daten. Während der experimentellen Ruhepause steht den Physikern jedenfalls genug Stoff für Analysen zur Verfügung.

Obiges Bild zeigt die asymmetrischen Proton-Blei-Kollisionen, wie sie vom LHCb-Detektor registriert wurden, der ebenfalls asymmetrisch aufgebaut ist, und sich eigentlich auf das Studium der B-Mesonen konzentriert. Interessant sind die Proton-Blei-Kollisionen vor allem im Vergleich zu Blei-Blei-Kollisionen, bei denen Quark-Gluon-Plasma, die Ursuppe des Urknalls, erzeugt und studiert werden kann.

Link: Überblick über die anstehenden Upgrade-Arbeiten


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