Nobelpreis für Supraleitung und Suprafluidität

2003-10-07 Daniel Grumiller

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hat beschlossen, den Nobelpreis des Jahres 2003 in Physik zu verleihen an Alexei A. Abrikosov,
Vitaly L. Ginzburg und
Anthony J. Leggett
für Pionierarbeiten auf dem Gebiet der Theorie von Supraleitung und Suprafluidität

Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften:
Der diesjährige Nobelpreis in Physik zeichnet drei Forscher aus, die entscheidende Arbeiten über zwei quantenphysikalische Phänomene ausgeführt haben: Supraleitung und Suprafluidität. Supraleitendes Material wird z.B. in Magnetkameras für medizinische Untersuchungen und in Teilchenbeschleunigern in der Physik verwendet. Kenntnisse über suprafluide Flüssigkeiten können uns vertiefende Einsichten darüber geben, wie die Materie in ihrem niedrigsten und meistgeordneten Energiezustand auftritt.

Bemerkungen: Für die sogenannte Typ-I Supraleitung wurde bereits 1972 der Nobelpreis für Physik vergeben an Bardeen, Cooper und Schrieffer (BCS-Theorie). Die Beschreibung von Typ-II Supraleitern gelang erst Abrikosov, aufbauend auf Arbeiten von Ginzburg. Suprafluidität wird z.B. bei Helium-3 beobachtet; die dazugehörige Theorie wurde in den 70er Jahren von Leggett formuliert.

Pressemitteilung der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften (auf Deutsch)

Press-release of the Royal Swedish Academy of Sciences (in English)

Link zum nobel-e-museum (in English)

Ausführliche Beschreibung der zugrunde liegenden Phänomene (in English)


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