Japanische Regierung gibt grünes Licht für das Belle II Experiment

2011-01-25 Laurenz Widhalm

Im Dezember 2010 hat die japanische Regierung den Bau des SuperKEKB-Beschleunigers und des Belle II-Experimentes mit dem Fiskaljahr 2011 bewilligt. Präzisionsmessungen von Belle II werden die Teilchenphysik somit in den nächsten 10 Jahren erheblich bestimmen.

Die Regierung ist damit einer Empfehlung des japanischen Bildungsministeriums MEXT gefolgt, das sich bereits für dieses Projekt am japanischen Beschleunigerlabor KEK in Tsukuba (50 km von Tokio) ausgesprochen hat. Diesem Schritt folgt die offizielle Beschlussfassung im japanischen Parlament im März 2011. Die Grundsteinlegung ist fuer den 8. April 2011 vorgesehen.

Belle II wird durch Präzisionsmessungen von B-Meson-Zerfällen nach Physik jenseits des Standard-Modells suchen und dabei grundlegende Fragen, wie z.B. die nach dem Ursprung der Masse oder der Zusammensetzung der Dunklen Materie, untersuchen.

Das Wiener Institut fuer Hochenergiephysik HEPHY hat die Verantwortung für einen der sieben Belle II-Subdetektoren übernommen. Der Beginn der Datennahme ist für das Jahr 2014 vorgesehen. Bis dahin muss man sich mit einem Lego-Modell von Belle II begnügen, das von Studenten der Universität Tokio gebaut wurde.

Belle II Webpage

Belle Seite der HEPHY Webpage

Christoph Schwanda


Weitersagen: