Sebastian der Teilchenexperte

2010-05-31 Laurenz Widhalm

Beim Wissensspiel im Rahmen eines Begabtenkurses am Institut für Hochenergiephysik der Akademie der Wissenschaften ging Sebastian Radomir als Sieger hervor - obwohl es ihm die anderen Kursteilnehmer zwischen 8 und 12 Jahren nicht leicht machten, denn die Entscheidung kam erst bei den allerschwierigsten Fragen.

Welche Teilchen werden im LHC beschleunigt? Was ist dunkle Materie und worum handelt es sich bei dem Higgsteilchen? Findet am CERN tatsächlich ein Urknall statt? Und ist ein Müon eigentlich schwerer als ein Pion? Die Antworten auf all diese Fragen wusste Sebastian. Da aber auch die anderen Kinder ähnlich fit in Teilchenphysik waren, musste Kursleiter und HEPHY-Mitarbeiter Laurenz Widhalm den Schwierigkeitsgrad der Fragen höher ansetzen als eigentlich geplant, um in einem spannenden Finale einen Sieger küren zu können.

Kein Wunder - denn die jungen Forscherinnen und Forscher besuchten bereits den Fortsetzungskurs "Mehr Geheimnisse der Teilchen aus dem Weltall", den das HEPHY im Rahmen der Begabtenakademie Niederösterreich anbietet. In diesem Kurs lernten die Schüler nicht nur über modernste Themen aktueller Forschung wie die Supersymmetrie, sondern auch über die Technik der Experimente.

Nach einer Führung durchs Institut und einer Stärkung beim gemeinsamen Pizzaessen lernten die Kinder als Höhepunkt, selbst echte Daten vom CERN auszuwerten. Dabei schlugen sie sich sogar etwas besser als eine Gruppe Physiklehrer, die im Rahmen eines Fortbildungsseminars vor derselben Aufgabe standen.

Mit solchem Nachwuchs scheint gesichert, dass Österreich auch in Zukunft eine entscheidende Rolle in der internationalen Grundlagenforschung übernehmen wird können!


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