Heute wurde erstmals beim Opera-Experiment (Gran Sasso) ein Tau-Neutrino im Neutrinostrahl des CNGS (CERN Neutrinos to Gran Sasso) gefunden.
Im Jahre 1960 wurden bei der Messung des Neutrinoflusses von der Sonne im Homestake Experiment viel weniger elektronische Neutrinos als erwartet detektiert. Das Rätsel um die Neutrino-Oszillation begann, Raymond Davis Jr. wurde für diese Entdeckung 2002 mit dem Nobelpreis belohnt. Viele weitere Experimente wurden gestartet, riesige unterirdische Detektoren messen seit Jahren erfolgreich die verschiedensten Neutrinotypen, die Umwandlung von einer Neutrinosorte in eine andere und damit auch die Masse der Neutrinos.
Heute wurde erstmal ein Tau-Neutrino im Opera Experiment bei Gran Sasso gemessen, und damit die letzte fehlende Oszillation (Myonneutrino in Tauneutrino) gefunden. Bei diesem Experiment werden myonische Neutrinos in einem gerichteten Strahl am CERN in Genf hergestellt und ins 730 km entfernte Gran Sasso in Italien geschickt. Innerhalb von 2.4 Millisekunden wandelt sich ein sehr geringer Anteil von Myonneutrinos in Tauneutrinos um. Nach sieben Jahren Aufbau und insgesamt drei Jahren Datennahme wurden Milliarden von Neutrinos nach Gran Sasso geschickt und nun endlich das lang erstehnte erste Tauneutrino gemessen.
Mehr Information zu Neutrinooszillationen finden Sie auf Wikipedia, die Herstellung der Neutrinos wird auf dieser Seite kurz erklärt. Das Bild oben zeigt den Opera Detektor und eine kleine Gruppe von den 170 Wissenschaftler aus 33 Ländern, die für diese Kollaboration arbeiten.
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