Erste CMS Analyse

2009-10-18 Daniel Grumiller

Kurz vor dem Start des Large Hadron Collider (LHC) erschien bereits die erste Analyse der CMS Kollaboration, basierend auf Daten von mehr als drei Millionen kosmischen Strahlenteilchen, die Spuren im unterirdischen Detektor hinterliessen. 43 österreichische TeilchenphysikerInnen waren daran beteiligt.

Das CMS (Compact Muon Solenoid) Experiment ist eines der vier Experimente am LHC, das ab November nach neuen Elementarteilchen suchen wird. Um die komplexen Detektoren zu verstehen, ist es aber zunächst wichtig, sie präzise zu adjustieren. Ein wesentlicher Teil des CMS ist der "silicon tracking detector", kurz "tracker". Der tracker bestimmt mit hoher Auflösung die Impulse von geladenen Teilchen, die sich wegen Magnetfeldern auf gekrümmten Bahnen durch den Detektor bewegen.

Die exakte Bestimmung von Impulsen ist notwendig, um die in Kollisionen erzeugten Teilchen zu identifizieren und neue, unbekannte Teilchen entdecken zu können. Im letzten Jahr hat der CMS Detektor 270 Millionen Ereignisse von kosmischen Strahlen aufgezeichnet, wovon mehr als 3 Millionen geeignet sind, um den tracker auszurichten und zu kalibrieren.

Prominent beteiligt an dieser Analyse war das Hochenergiephysikinstitut der österreichischen Akademie der Wissenschaften (HEPHY), mit 43 WissenschafterInnen: W. Adam, B. Arnold, H. Bergauer, T. Bergauer, M. Dragicevic, M. Eichberger, J. Erö, M. Friedl, R. Frühwirth, V.M. Ghete, J. Hammer, S. Hänsel, M. Hoch, N. Hörmann, J. Hrubec, M. Jeitler, G. Kasieczka, K. Kastner, M. Krammer, D. Liko, I. Magrans de Abril, I. Mikulec, F. Mittermayr, B. Neuherz, M. Oberegger, M. Padrta, M. Pernicka, H. Rohringer, S. Schmid, R. Schöfbeck, T. Schreiner, R. Stark, H. Steininger, J. Strauss, A. Taurok, F. Teischinger, T. Themel, D. Uhl, P. Wagner,W. Waltenberger, G.Walzel, E.Widl und C.-E.Wulz.

Die wichtigste Schlussfolgerung der Analyse ist wohl, dass der CMS tracker exzellent vorbereitet ist auf den LHC Start im November.

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