Neustart des LHC fixiert: November 2009 mit bis zu 7 TeV

2009-08-07 Anton Rebhan

Der Generaldirektor des CERN, Rolf Heuer, gab am 6. August offiziell Details zum geplanten Neustart des Large Hadron Collider LHC bekannt: Die Untersuchungen an den supraleitenden Magneten wurden abgeschlossen und keine weiteren Reparaturen für nötig befunden. Im November soll der Betrieb wiederaufgenommen und die Energie innerhalb von ein paar Wochen auf 7 TeV (3.5 TeV pro Strahl) gesteigert werden.

Der LHC wird damit anfänglich mit der halben Energie betrieben, die für den Vollbetrieb vorgesehen ist. Das ist mehr als im September letzten Jahres geplant war, bevor ein elektrischer Störfall erheblichen Schaden an einem Sektor des Beschleunigers verursacht hatte - und ein Vielfaches der Energie des zur Zeit größten Beschleunigers, dem Tevatron am Fermilab bei Chicago. In der ersten Betriebsphase 2009/2010 soll dann bis zu 10 TeV gegangen werden, bevor nach einer Wartungsphase die Maximalenergie von 14 TeV angegangen werden soll.

Obiges Bild zeigt Reparaturarbeiten an einigen der 10.000 elektrischen Verbindungen zwischen den supraleitenden Magnete, von denen eine mit etwas zu hohem Übergangswiderstand dazu führte, dass durch eine lokale Erwärmung die Kühlung durch suprafluides Helium ausfiel, sich ein Lichtbogen bildete, und durch ein dabei geschweißtes Loch große Mengen Helium explosionsartig entweichen konnten. Zusätzlich zur Reparatur des beschädigten Sektors des Beschleunigers wurden alle derartigen elektrischen Verbindungen kontrolliert und etliche mussten auch erneuert werden. Für die großen Stromstärken in den Magneten, die für die maximale Beschleunigerenergie nötig sind, sind noch weitere Verbesserungen an den elektrischen Verbindungen notwendig, die für die erste Wartungsphase 2010 vorgesehen sind.

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