Japanischer Teilchenbeschleuniger bricht Weltrekord

2009-07-01 Laurenz Widhalm

Bei der Produktion von Beauty-Quarks am Elektron-Positron Beschleuniger KEKB in Tsukuba, Japan wurden neue Rekordwerte erreicht.

Aufgrund des hervorragenden Betriebs des KEKB Beschleunigers und des Einsatzes neuartiger "Kicker"-Beschleunigungssysteme, der sogenannten "crab cavities", wurde unlängst der eigene Weltrekord gebrochen, und KEKB lieferte mehr als 40.000 Beauty-Quarks pro Sekunde, mehr als das Doppelte der Menge, für die der Beschleuniger ursprünglich konzipiert wurde. Die Untersuchung der Eigenschaften der Beauty-Quarks beim Belle-Experiment gewährt faszinierende Einblicke in die Unterschiede zwischen Materie und Anti-Materie. Das Institut für Hochenergiephysik liefert seit 2001 essentielle Beiträge zum Belle-Experiment. Bei der Hardware des Detektors ist das Institut an der Konstruktion der Ausleseelektronik des innersten Detektorteils, des Siliziumvertexdetektors, beteiligt und beim geplanten Upgrade des Belle Experiments wird dieser gesamte Detektorteil aufgrund des Know-Hows der österreichischen Wissenschafter gebaut werden. In der Analyse der aufgezeichneten Daten wird eine internationale Analysegruppe von Wien aus koordiniert, die eine der Hauptziele der Datenanalyse bei Belle übernommen hat und somit auch entscheidend zur Vergabe des Nobelpreises 2008 an die beiden japanischen Physiker Maskawa und Kobayashi beigetragen hat.


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