Das japanische BELLE-Experiment hat mit dem Z(4430) getauften Meson eine neue Art entdeckt, die nicht im herkömmlichen Schema von Quark-Antiquark-Bindungszuständen Platz findet, sondern aus insgesamt 4 Quarks zusammengesetzt sein dürfte.
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In den letzten Jahren waren bereits 4 Mesonen entdeckt worden, zum Teil am japanischen BELLE Experiment am KEK und zum Teil beim US-amerikanischen BaBar-Experiment am SLAC, die nicht recht in das herkömmliche Quarkmodell passten: X(3872), Y(4260), X(3940) und Y(3940). (Die Zahlen in den Klammern beziehen sich auf die Masse dieser Teilchen in MeV.) Alle diese Teilchen sind etwa 4mal so schwer wie ein Proton oder Neutron und zerfallen in bekannte Charmonium-Zustände, die aus einem charm und einem anti-charm Quark bestehen. Diese neuen Teilchen wurden von manchen Theoretikern als Bindungszuständen von 4 statt der üblichen 2 Quarks interpretiert, z.B. charm, anti-charm, up und anti-up, aber diese Interpretation war nicht zwingend, da solche Bindungszuständen von herkömmlichen Anregungszuständen des Charmonium aufgrund gleicher Quantenzahlen experimentell nicht unterscheidbar sind.
Das heuer entdeckte Z(4430) hat allerdings elektrische Ladung und kann daher kein Anregungszustand des neutralen Charmonium sein. Es kann eigentlich nur als Bindungszustand von charm, anti-charm, up und anti-down aufgefasst werden, was die These von der Existenz einer neuen Klasse von Mesonen, die aus 4 Quarks bestehen, bestätigt.
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