Lichtgeschwindigkeit nicht konstant?


Hat das MAGIC Gamma-Teleskop auf den kanarischen Inseln einen Hinweis darauf gefunden, dass hochenergetische Gammastrahlen ein klein wenig langsamer sind als niederenergetische?

Bei der Beobachtung von Gammastrahlen-Ausbrüchen eines schwarzen Loches in der Mitte der Galaxie "Markarian 501", stellte ein Forscherteam folgendes fest: Gammateilchen mit einer Energie grösser 1 Teraelektronvolt kommen etwa vier Minuten nach den Gammateilchen mit einer Energie kleiner 1 Teraelektronenvolt auf der Erde an.
Dafür scheint es zwei Erklärungen zu geben:
entweder das schwarze Loch strahlt die höherenergetischen Teilchen bei einem Gammastrahlen-Ausbruch ein paar Minuten später ab, oder die hochenergetischen Teilchen brauchen für die rund 500 Millionen Lichtjahre ganze vier Minuten länger. Die erste Erklärung scheint die Naheliegendere; dennoch behauptet das Team, eine verzögerte Abstrahlung ausschliessen zu können.
Sensationelle Ergebnisse sollten sensationell gut belegt sein, deswegen wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die Community der SpezialistInnen vom Ergebnis überzeugt ist. Da jedoch in Stringtheorien und Theorien der Schleifenquantengravitation solche Effekte durchaus ihren Platz hätten, freuen sich vor allem die Theoretiker über diese potentiellen Hinweise auf neue Physik.
Die Publikation (pre-print)


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