Das Bild zeigt die beiden rechtwinklig angeordneten 3-4 km langen Arme des Virgo Interferometers. Die durch experimentelle Befunde gut bestätigte Allgemeine Relativitätstheorie postuliert die Existenz von Gravitationwellen, die bisher jedoch noch nicht nachgewiesen werden konnten. Mit Virgo, einem Laser-Interferometer, versucht das Europäische Gravitations Observatorium bei Pisa seit einigen Monaten Gravitationswellen nachzuweisen und damit eine neuartige Astronomie zu ermöglichen.
Nach der Maxwellschen Theorie des Elektromagnetismus strahlen beschleunigte elektrische Ladungen elektromagnetische Wellen ab. Das ist experimentell bestätigt und unter anderem die Grundlage für unsere heutige "wireless - Technologie". Die Allgemeine Relativitätstheorie sagt voraus, dass die beschleunigten Massen, wie sie bei Sternkollisionen auftreten, Gravitationswellen ausstrahlen. Gravitationsfelder verkrümmen die Raumzeit und der Durchgang von Gravitationswellen erzeugt kleine Wellen in einem ungestörten Gravitationsfeld. Schickt man Licht durch solch gestörte Felder, so treten Oszillationen auf, die im Interferometer gemessen werden können. Die Entdeckungswahrscheinlichkeit für solche Ereignisse beträgt ca.1% weshalb der hohe Aufwand für die Sensibilität des Gerätes nötig ist. Der Betrieb des Interferometers wurde im Mai 2007 aufgenommen und in den kommenden 3 Jahren erwartet man den Nachweis von ca. einem Ereignis pro Jahr. Siehe dazu auch CERN COURIER
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