University meets Public: "Unendlichkeiten - Wie man sie unter den Teppich kehrt ..."

2007-04-30 Laurenz Widhalm

... und warum man deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben braucht. Quantenfeldtheorien - das sind jene Theorien, die die allerkleinsten Bausteine unseres Universums beschreiben, die Elementarteilchen - gelten als abstrakt und schwer zu verstehen. Um eigenständig damit rechnen zu können, ist tatsächlich ein einschlägiges Universitätsstudium notwendig. Aber um einen Eindruck von der Reichhaltigkeit der damit verbunden Physik, und einen Einblick in die seltsame Welt der kleinsten Teilchen zu bekommen, reicht gesundes Interesse aus.

Dieser Vortrag gibt zunächst eine Einführung in das Bild, das man sich durch sogenannte Feynmangraphen von den Vorgängen in der Mikrowelt macht, geht weiter zu Themen wie virtuellen Teilchen und Selbstwechselwirkung, und diskutiert schliesslich das Titelthema: die Bedeutung von Unendlichkeiten, die in heutigen Quantenfeldtheorien unweigerlich auftreten, warum sie auftreten müssen, und wie man mit der als Renormierung bekannten Methode mit ihnen umgeht. Dabei kommt man auf natürliche Weise zu der Erkenntnis, dass Naturkonstanten nicht konstant sein müssen - und bekommt einen Eindruck, wie der Weg zu einer großen vereinheitlichten Theorie aussehen kann.

Ein Vortrag aus der Reihe University meets Public, Vortragender ist Dr. Laurenz Widhalm, Mitarbeiter des Instituts für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

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