Weniger Spielraum für die Higgsmasse

2009-03-13 Daniel Grumiller

Die Experimente am Fermilab, CDF und D0, erlauben Higgsmassen von 160-170 GeV mit 95% Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Zusammen mit den Daten vom CERN-Experiment LEP und indirekten Messungen bleibt als wahrscheinlichster Bereich für die Higssmasse 114-160 GeV. Diese Daten erlauben bereits das Ausschliessen von einigen spekulativen Modellen jenseits des Standardmodells, zum Beispiel das nichtkommutative Quantenfeldtheoriemodell von Alain Connes.

Zusammengefasst sehen die Daten wie folgt aus:

Abgesehen von dem kleinen Fenster zwischen 170 und 185 GeV wird somit der Bereich 114-160 GeV immer wahrscheinlicher für die Higgsmasse (siehe dazu auch den Artikel Tevatron schafft Nachweis von ZZ und verstärkt Verdacht auf leichtes Higgs vom letzten Jahr von Anton Rebhan)

Interessanterweise erlauben diese Daten bereits einige spekulative Modelle auszuschliessen, die über das Standardmodell der Teilchenphysik hinausgehen. Das prominenteste davon ist wahrscheinlich eine Version des Standardmodells, die auf nichtkommutativer Quantenfeldtheorie beruht, und die von Alain Connes kreiert wurde.

Wenn sich die Higgsmasse eher am unteren Rand findet, so spricht das sehr für Supersymmetrie, eine mathematisch und physikalisch gut motivierte Spekulation die über das Standardmodell hinausgeht. Falls sich die Higgsmasse eher am oberen Ende befindet so spricht das eher gegen Supersymmetrie, zumindest gegen Supersymmetrie auf der elektroschwachen Energieskala. Diese Fragen werden wohl erst durch das LHC Experiment am CERN geklärt werden können.

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