Francis Low ist am 16. Februar 2007 im Alter von 85 Jahren an Herzversagen gestorben. Er war einer der Pioniere der theoretischen Teilchenphysik und trug auch wesentlich zur Physik der kondensierten Materie bei. Wie auch einige andere Teilchenphysiker des 20. Jahrhunderts arbeitete er am Manhattenprojekt, dem Bau der Atombombe. Später wurde er Gründungsmitglied der "Vereinigung besorgter Wissenschafter" ("Union of concerned Scientists"), die auch heute noch existiert und sich um Anliegen wie Globale Erwärmung, wissenschaftliche Integrität und vor allem Reduktion von Nuklearwaffen kümmert.
Bekannt wurde Low vor allem durch seine Arbeiten mit seinem Studenten Gell-Mann, die in die Geschichte der Teilchenphysik eingingen und heute Teil jedes Lehrbuches über Teilchenphysik sind. Andere bekannte Studenten von Low sind Alan Guth, der "Erfinder der Inflation" (im kosmologischen Kontext) und Mitchell Feigenbaum, der wesentlich zur Bifurkationstheorie beitrug.
Francis Low war nicht nur ein hervorragender Teilchenphysiker sondern auch Pilot, Klavierspieler, Maultiertreiber (im zweiten Weltkrieg) und Tennisspieler. Er arbeitete fast 4 Jahrzehnte am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge.
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