Erfinder des WWW erhält Draper Preis

2007-01-11 Daniel Grumiller

Der Erfinder des World Wide Web, Timothy J. Berners-Lee, erhält 2007 den Charles Stark Draper Preis, der oft als "Nobelpreis für Ingenieure" bezeichnet wird. Das Konzept des WWW hat Berners-Lee 1989 während seiner Zeit am europäischen Kern- und Teilchenforschungslabor CERN vorgestellt.

Am 20. Februar 2007 wird der Draper Preis in Washington, D.C. an Berners-Lee verliehen. Dieser Preis wird seit 1988 jährlich an Ingenieure verliehen deren Errungenschaften wesentlich die Gesellschaft beeinflussen.

Nach der Präsentation des Konzepts am CERN fand es 1991 den Weg ins Internet, und Berners-Lee arbeitete bis 1993 an einer Verbesserung des Designs. Danach gründete er das W3C Konsortium das seither Standards für das Web entwickelt. Er ist nun am MIT im Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory.

Seine Erfindungen inkludieren die HyperText Markup Language (HTML) und das HyperText Transfer Protocol (http).

Am bemerkenswertesten ist sicherlich, dass Berners-Lee das WWW mit public domain software gestaltet hat, dessen "offene Architektur" anderen erlaubt darauf aufbauend weitere Entwicklungen zu machen - ohne dafür an Berners-Lee Lizenzgebühren oder ähnliches zahlen zu müssen (allerdings trifft das nicht auf viele Folgeprodukte zu, die auf Berners-Lee Erfindungen aufbauend Millionen von Euro umsetzen). Er ist ein starker Befürworter von "net-neutrality". Berners-Lee im O-Ton: "When I invented the web I didn't have to ask anyone's permission. Now, hundreds of millions people are using it freely. I am worried that that is going end in the USA."

Berners-Lee, Jahrgang 1955, stammt ursprünglich aus England und wurde für seine Verdienste 2004 von Queen Elizabeth zum Ritter geschlagen.

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