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GLAST → FERMI: Das Universum durch die Röntgenbrille

2008-08-30 Anton Rebhan
Am 11. Juni wurde von der NASA ein Weltraum-Teleskop für Gammastrahlen (sehr sehr harte Röntgenstrahlen) in die Umlaufbahn gebracht, das Gamma-ray Large Area Space Telescope (GLAST). Nachdem alles glatt ging und GLAST erste beeindruckende Bilder des gesamten Gammastrahlen-Himmels lieferte, wurde GLAST am 26. August feierlich in FERMI Gamma-ray Space Telescope umbenannt, nach dem berühmten italoamerikanischen Physiker Enrico Fermi (1901 - 1954), einem der Pioniere der Kern- und Teilchenphysik.

Allererster Protonenstrahl im LHC

2008-08-11 Anton Rebhan
Die ersten Tests mit einem 450 GeV Protonenstrahl, bei denen ein 3 Kilometer langes Segment des LHC getestet wurde, verliefen am Freitag, den 8. 8. 2008 erfolgreich - ein einprägsames Datum also nicht nur für Hochzeiten...

CERN kündigt Start des LHC für den 10. September an

2008-08-08 Anton Rebhan
Am 7. August gab das CERN in einem Press Release das offiziellen Start-Datum des Large Hadron Collider LHC bekannt: Am 10. September soll es soweit sein, dass erstmals ein Strahl im 27 km langen Ringbeschleuniger zirkuliert. Anfänglich nur mit 0.45 TeV, aber, wenn alles nach Plan läuft, sollen bald darauf erste interessante Experimente mit 5 TeV anlaufen.

Tevatron schafft Nachweis von ZZ und verstärkt Verdacht auf leichtes Higgs

2008-08-01 Anton Rebhan
Der Tevatron-Beschleuniger am Fermilab bei Chicago konnte erstmals die gleichzeitige Produktion von zwei Z-Bosonen nachweisen, ein extrem seltener Prozess, dessen Nachweis als fast so schwierig gilt wie die Entdeckung des Higgs-Teilchen, an dem in den nächsten Jahren sowohl das Tevatron als auch der LHC am CERN um die Wette arbeiten werden. Bei der Higgs-Suche kann das Tevatron inzwischen sogar schon mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Standardmodell-Higgs mit Masse um die 170 GeV ausschließen.

Wolfgang Pauli

2008-06-28 Herbert Pietschmann
Wer im 19. Wiener Bezirk spazieren geht, kann am Döblinger Gymnasium eine Gedenktafel finden, welche 1968 enthüllt wurde und zwar anlässlich des 50. Matura-Jubiläums einer Klasse, die zwei Nobelpreisträger hervorgebracht hat. Es war der Chemiker Richard Kuhn, der im Jahre 1938 den Nobelpreis „für seine Arbeiten über Carotinoide und Vitamine“ erhielt, und der Physiker Wolfgang Pauli, dem 1945 der Nobelpreis „für die Entdeckung des Pauli-Prinzips“ zuerkannt wurde. Zwei spätere Nobelpreisträger im selben Maturajahrgang sind gewiss eine seltene Ausnahme, ebenso ungewöhnlich ist auch der Relativsatz in Pauli’s Auszeichnung; üblicherweise wird – wie bei Kuhn – der Gegenstand der Entdeckung charakterisiert, bei Pauli musste der Hinweis auf „das nach ihm benannte Prinzip“ genügen, eine inhaltliche Angabe wäre bei der ebenso abstrakten wie fundamentalen Arbeit schwer verständlich!

Die Unerträgliche Leichtigkeit des Nichts

2008-05-07 Daniel Grumiller

Eines der grössten ungelösten Probleme der Physik ist die "unerträgliche Leichtigkeit des Nichts", oder weniger poetisch, die Kleinheit der Vakuumenergie. Theoretische Vorhersagen und experimentelle Befunde liegen spektakulär auseinander, um 123 Grössenordnungen. Die Verzweiflung ist so gross, dass anthropische Argumente derzeit als beste Erklärung herangezogen werden.


Fermilab feiert Tevatron-Upgrade

2008-04-19 Anton Rebhan
Während am CERN fieberhaft an der Inbetriebnahme des LHC gearbeitet wird, konnte das Tevatron am US-amerikanischen Fermilab ein Upgrade abschließen, mit dem die Kollisionsrate um einen Faktor 300 gesteigert wurde, sodass das Tevatron weiterhin gute Chancen hat, noch vor dem LHC das Higgs-Teilchen zu entdecken.

Bohr und Pauli über Beta-Zerfall (nach Pietschmann: Geschichten zur Teilchenphysik)

2008-04-16 Herbert Pietschmann
Im Jahre 1899 erkannte Ernest Rutherford, der geniale Experimentalphysiker aus Neuseeland, dass die „Becquerel-Strahlung“ aus zwei unterschiedlichen Arten bestand. Da alle diese Phänomene unbekanntes Neuland waren, nannte er sie einfach nach dem griechischen Alphabet alpha-Strahlen und beta-Strahlen (der Begriff gamma-Strahlen wurde erst später hinzugefügt). Die beiden Strahlenarten waren höchst unterschiedlich. alpha-Strahlen konnten leicht absorbiert werden, beta-Strahlen waren durchdringend. alpha-Strahlen bestanden aus positiven Teilchen, beta-Strahlen aus negativen. Bald konnten die alpha-Strahlen als Kerne des Helium-Atoms und die beta-Strahlen als Elektronen identifiziert werden. Vor kurzem erst war der Energie-Satz gerettet worden und schon tat sich eine neue Kluft auf, um die Physik verschlingen zu wollen; die beta-Strahlen schienen nämlich erneut den Energie-Satz zu verletzen!

LHC @ YouTube

2008-04-13 Anton Rebhan
Das britische Science and Technology Facilities Council nutzt u.a. YouTube um die Öffentlichkeit auf die bevorstehende Inbetriebnahme des Large Hadron Collider (LHC) am CERN einzustimmen. UPDATE: Mittlerweilen gibt es dort auch ein Rap Video über den LHC, das Kate McAlpine vor Ort produzierte.

Neues vom kosmischen Mikrowellenhintergrund

2008-03-14 Anton Rebhan
Das WMAP-Satelliten-Team der NASA veröffentlichte neue Daten zum kosmischen Mikrowellenhintergrund und seinen winzigen Anisotropien, mit denen theoretische Modelle über das frühe Universum noch stärker eingeschränkt werden können und die erstmals auch unabhängige Aussagen über Anzahl und Massen von Neutrinos erlauben.

Letzter Bauteil des CMS-Detektor am LHC versenkt

2008-02-03 Anton Rebhan
Am 22. 1. 2008 wurde das 15. und letzte Teil des riesigen CMS-Detektor am Large Hadron Collider (LHC) des CERN - ein 1430 Tonnen schweres endcap - in die unterirdische Detektorhalle abgesenkt.

Interessantes Nullresultat von LIGO

2008-02-03 Anton Rebhan
Der neue Gravitationswellendetektor LIGO produzierte sein erstes wissenschaftliches Resultat mit einer Nicht-Beobachtung von Gravitationswellen anlässlich eines Gamma Ray Burst Events am 1. Februar 2007 in Richtung der Andromeda-Galaxie. Obwohl ein direkter Nachweis von Gravitationswellen eine hierbei ausgebliebene Sensation darstellt, liefert das Null-Ergebnis auch wissenschaftlich wertvolle Informationen über GRB070201.



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