Zirka eine Woche vor der Verleihung der "echten" Nobelpreise wurden am 30. September die "Ig-nobel-Preise" verliehen für Resultate die "nicht reproduziert werden können oder sollen". Der Physik-Preis ging an Ramesh Balasubramaniam (University of Ottawa) und Michael Turvey (University of Connecticut and Haskins Laboratory) für ihre Untersuchung der Dynamik des "Hula-Hoop".
Obige Definition des Preises sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität der ausgezeichneten Arbeiten aus - aber praktisch immer handelt es sich um Arbeiten bei deren Lektüre man zuerst lacht und danach denkt.
Denkwürdie Ig-nobel Preise (Anm.: "ignoble" heisst übersetzt etwa "unwürdig") der Physik inkludieren schwebende Frösche, Quantenheilverfahren, die Entdeckung menschlicher Gesichter am Mars, Studien über "Murphy's Law" (speziell, warum Toast meist mit der gebutterten Seite nach unte fällt) und die "Erkenntnis" dass Calcium in Hünereiern durch kalte Fusion entsteht...
Nachdenklich stimmen vor allem die Friedenspreise, z.B. der 1991er Preis an den "Vater der Waserstoffbombe", Edward Teller, für "lebenslange Bemühungen die Bedeutung von Frieden, so wie wir sie kennen, zu ändern."
Bei der Ig nobel Seite kann man auch die anderen Preisträger bewundern: abgesehen von "klaren Sachen" wie z.B. dass das Hören von Country-music die Selbstmordrate erhöht gibt es wie immer auch Erstaunliches: z.B. erhielt der Vatikan den Preis für Ökonomie auf Grund der bahnbrechenden Idee in Indien "Priester-outsourcing" durch e-mail zu betreiben, der Karaoke Erfinder bekam den Friedenspreis für eine komplett neue Art Toleranz zu fördern und Coca-Cola erhielt den Chemiepreis "for using advanced technology to convert liquid from the River Thames into Dasani, a transparent form of water, which for precautionary reasons has been made unavailable to consumers." - es ist schwer, den trockenen Humor dieses Satzes ins Deutsche zu übersetzen...
Bericht über den "echten" Physik-Nobelpreis
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