Zur Bewältigung der Datenmengen, die ab 2007 vom Large Hadron Collider am CERN bei der Suche nach neuen Teilchen zu erwarten sind, wird zur Zeit quasi ein weltumspannender Computer gebaut, das LHC Grid. Am 25. April verlief ein entscheidender Test der dabei zu errichtenden Datenautobahnen erfolgreich.
Das LHC wird alle bisherigen Beschleunigerexperimente auch bezüglich der anfallenden Datenmengen in den Schatten stellen: pro Sekunde wird eine Datenflut von 1.5 Gigabyte pro Sekunde, und das während mindestens 10 Jahren Betriebsdauer, zu bearbeiten sein. Diese Datenflut soll dadurch bewältigt werden, dass durch ein sogenanntes Grid Zehntausende der modernsten Computer zusammengespannt werden, die über die ganze Erde verteilt operieren werden. Bei dem soeben erfolgreich beendeten Testlauf (dem zweiten von vier), wurde über einen Zeitraum von 10 Tagen eine kontinuierliche Datenaustauschrate von 600 Megabyte pro Sekunde mit sieben Forschungszentren in Europa und den US aufrechterhalten, wobei 500 Terabyte übertragen wurden. Mit einer einzelnen Breitbandverbindung, wie sie in besseren Haushalten zu finden ist, würde ein download dieser Datenmenge ein Viertel Jahrtausend brauchen.
Schon im Sommer wird der nächste Test durchgeführt werden, der dann 3 Monate lang und mit wesentlich mehr Teilnehmern die Datenautobahnen im Dauerbetrieb testen wird.
Link zum Press Release des CERN
Momentane Ausdehnung des LHC Grid:
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