2005-09-03 Laurenz Widhalm
In Kitzbuehel bestand kuerzlich eine stark erhoehte Chance, auf zukuenftige Nobelpreistraeger zu treffen - dort fand naemlich die "European School of High-Energy Physics" statt, auf der an die hundert angehende Doktoren der Physik aus aller Welt, die zu den besten ihres Jahrganges gehoeren, von international renommierten Professoren auf den neuesten Stand der Wissenschaft im Bereich der Elementarteilchenphysik gebracht werden. Geht man nach dem Bild oben, kann diese Fortbildung durchaus auch recht entspannend wirken - tatsaechlich lernen diese Studenten allerdings gerade von John Ellis, einem der brillianten Theoretiker des CERN in Genf, ueber moegliche supersymmetrische Erweiterungen des Standardmodells der Teilchenphysik - ein Thema, bei dem auch die Koepfe dieser Studentenelite zu rauchen beginnen. In Verbindung mit dieser Schule hat das Institut fuer Hochenergiephysik Wien in Zusammenarbeit mit der Universitaet Innsbruck seine Wanderausstellung nach Kitzbuehel gebracht, in der die interessierte Oeffentlichkeit einen Einblick in die Arbeit der Teilchenphysiker erhalten kann. Die Ausstellung wurde am 2. September in der Kitzbueheler Hauptschule feierlich eroeffnet, und ist dort bis zum 24. September zugaenglich. Der Eintritt ist frei, und jeder an Naturwissenschaft Interessierte ist herzlich willkommen. Die Ausstellung wird woechentlich von namhaften Wissenschaftlern besucht, die allgemeinverstaendliche Vortraege ueber verschiedene Themen bis hin zur Kosmologie halten. Nach Vereinbarung sind auch Spezialvortraege und -fuehrungen fuer Schulklassen moeglich.