Andreas Salzburger - Diplomand an der Uni Innsbruck

2003-02-11 Kopf des Monats

Meine ersten Kontakte zur Hochenergie- und Teilchenphysikgruppe an der Universität Innsbruck habe ich im fünften Semester gemacht, als ich begonnen habe, für Prof. Dietmar Kuhn, den Vorstand unserer kleinen Gruppe als Tutor für die Physik1 Studenten zu arbeiten.

Und dann bin ich irgendwie in die Gruppe hineingewachsen und die Fragestellung, in welchem Themengebiet ich meine Diplomarbeit schreiben sollte war gar keine mehr, als es soweit war. Letztendlich alle Zweifel, ob es wirklich das Gebiet ist, das mich in meiner Zukunft noch so fesseln wird, wie es derzeit der Fall ist, räumte dann der Sommer 2001 aus, in dem ich zusammen mit Andreas Wildauer als Official Summer Student am CERN war und in der CMS Software Abteilung Erfahrungen sammeln konnte. Von dem gesellschaftlichen Treiben, den Freunden, die ich dort kenne n lernte und Erlebnissen sollen andere erzählen.

Obwohl ich den Grossteil meiner Ausbildung noch in ALEPH-relevanten Studien investiert hatte, war für mich nach dem CERN Aufenthalt klar, dass ich meinen Focus in die Zukunft richten möchte, weshalb ich eine Diplomarbeit im Rahmen des zweiten Innsbruck Schwerpunkts, der schnellen Simulation von Spuren im ATLAS Detektor (Experiment Start 2007) begonnen habe. Die schnelle Kollisionsrate am LHC, alle 25ns soll es dann zu einer Proton-Antiproton-Kollision kommen, und die hohe Spurendichte in den LHC-Experimenten haben die volle Simulation solcher Kollisionen derart rechenintensiv gemacht, dass die Computing-Kapazität hierfür nicht ausreicht. In einer schnellen Simulation versucht man, den Detektor und die Teilchenspuren in einer Parametrisierung zu beschreiben , die möglichst genau an das Detektorsignal heran kommen soll. An dieser Diplomarbeit schreibe ich gerade, wenn ich nicht Kopf-des-Monats-Artikel tippe(n darf). Im Sommer 2002 unterbrach ich meine Arbeiten an der Diplomarbeit, um für die Wiener NA48 Gruppe am CERN Schichtbetrieb zu übernehmen.

Und die Zukunft wird mich wohl des öfteren noch nach Genf bringen. Nächste Möglichkeit bietet die Dissertationsstelle, die mir in Aussicht gestellt wurde.

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